Warum kann ein Pflegebett bei Copd so hilfreich sein?

Kaum Luft bekommen, in Mobilität und Leistungsfähigkeit massiv eingeschränkt sein: Alltag für Menschen, die an COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease), einer chronischen Lungenerkrankung, leiden, die mit der Einengung (Obstruktion) der Atemwege einhergeht. Darüber hinaus führt die Angst, körperlichen Anforderungen nicht gewachsen zu sein, bei vielen Betroffenen über kurz oder lang zu Inaktivität. Ein Dilemma, denn gerade bei COPD ist Bewegung essentiell, um den Verlauf positiv zu beeinflussen: Neben der Behandlung des Respirationstraktes (Atmung), Physiotherapie und psychischer Betreuung spielen richtiges Liegen, Sitzen und Schlafen eine zentrale Rolle. Ein elektrisch verstellbares Pflegebett ermutigt zur Aktivität.

COPD: Immer auch ans Herz denken

Nicht selten geht COPD mit Herzschwäche einher: Bei Linksherzinsuffizienz beispielsweise staut sich das Blut zurück in die Lunge - mit erhöhtem Druck in den Lungenvenen. Bei Enge der Atemwege (Obstruktion) im Verbund mit Herzschwäche ist die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff beeinträchtigt, oft mit Funktionseinschränkungen von Arm- und Beinmuskulatur. Dann macht die Lagerung auf einem Herzbett, einem Pflegebett mit vielfach verstellbarer Liegefläche und zweifach verstellbarem Fußteil, Sinn - auch Siesta-Lagerung genannt. Hierbei lagert der Oberkörper hoch, die Beine tief. Ein herkömmlicher Lattenrost, selbst mit manuell verstellbarem Kopfteil, kann dies nicht leisten: Sauerstoffpflichtige COPD Patienten, die über schwere Atemnot klagen, bekommen nicht selten nur in sitzender oder halbsitzender Haltung ausreichend Luft. Ein elektromotorisches Pflegebett, per Handbedienung selbstständig in Idealposition bewegt, stärkt dem Kranken wortwörtlich den Rücken! Außerdem - auch bei Herzinsuffizienz ist körperliche Aktivität sinnvoll, sofern diese der Leistungsfähigkeit des Herzens entspricht. Betroffene, die diesen Versuch wagen, erkennen, dass aktives Einbringen den Krankheitsverlauf maßgeblich beeinflusst.

Besser Luft bekommen

Was tun bei Atemnot? Professionelle Pflege kennt atemerleichternde Sitz- und Stehpositionen, die sich mit einem vielfach verstellbaren Pflegebett selbstständiger und zügiger einnehmen lassen. Zügig ist das Stichwort, denn Atemnot und Erstickungsgefühle lösen große Angst aus. Positionen wie aufrechter Kutscher- oder Reitsitz und Torwartstellung, Abstützen der Arme oder Auflegen dieser auf die Tischplatte (z. B. Betttisch) aktivieren die Atemhilfsmuskulatur und verbessern die Exspiration (Ausatmen). Auch Oberkörperhochlagerung unterstützt die Atmung. Essenszeit? Gut, wenn der Patient - ohne Atemnot dabei behindert - selbstständig essen und dies bei angenehmem Raumklima und Temperatur sowie guter Sauerstoffversorgung tun kann. Regelmäßiges Lüften ist bei COPD selbstverständlich! Allerdings sollte vor der Nachtruhe auf größere Mahlzeiten verzichtet werden.

Aktiv bleiben: Pflegebetten als Aufstehtbett

Aufstehen stresst! Und Stress ist Gift - aber die positiven Effekte von körperlichem Training die beste COPD Medizin. Leicht (ver-)führt die verstärkte Atemnot bei Anstrengung dazu, Belastungen zu meiden. Ein Teufelskreis, denn Bewegungsmangel vermindert so nach und nach die Leistungskraft von Muskulatur und Kreislauf - Betroffene möchten sich nur noch "schonen". Das richtige Pflegebett ( Krankenbett )macht Schluss mit Aufstehstress, weil es das Aufstehen durch die komfortable Wahl der richtigen Aufstehhöhe erleichtert - auf Knopfdruck. Und Schluss damit, sich nur noch zwischen Bett und Bad zu bewegen: Geringe Belastbarkeit isoliert sozial, weshalb besonders COPD-Patienten häufig an Depressionen erkranken. Als gesichert gilt, dass Effekte von Bewegung(-stherapie) die Lebensqualität erhöhen: Je aktiver der Betroffene, desto besser seine Prognose, nicht zuletzt, weil körperliche Aktivität chronische Entzündungen hemmt. Nebenbei vereinfachen Pflegebetten auch das Nutzen von Aufstehtechniken wie dem Schinkengang. Wie das geht? Ein Bein anstellen, in Seitenlage drehen, beide gestreckten Beine in Teilbewegung über die Bettkante schieben, um sich dann darauf zu setzen - nach jeder Teilbewegung mit kleiner Pause! (Link zur Abbildung: http://www.trainingbeicopd.de/techniken_aufstehen.html). Für anstrengende Tätigkeiten wie Spaziergänge eignen sich Tageszeiten, zu denen COPD Betroffene erfahrungsgemäß die meisten Kraftreserven abrufen können, am besten. Auch Bettlägerige profitieren - mehrmals täglich - von einfachen Bewegungsübungen mit Armen oder Beinen. Dagegen machen zu viele, gut gemeinte Lagerungshilfsmittel eher immobil.

Wie COPD die Schlafqualität mindert

Bei COPD beeinträchtigen Schlaf- und Atemstörungen den Nachtschlaf als Phase wichtiger psychischer wie physischer Regeneration. Nachtschlaf als rhythmische Abfolge unterschiedlicher Schlafstadien zeigt im Ergebnis, wie der Vortag war: War er von Husten, Auswurf und Luftnot geprägt, hat der Tag Kraft gekostet - die Atmung rächt sich. Darüber hinaus verändern auch COPD-Medikamente wie Kortisone die Schlafqualität, depressive Verstimmungen tun ihr Übriges - mit zu wenig, aber auch zuviel Schlaf (sich aus der Wirklichkeit hinausschlafen). Die Verengung der Atemwege, im Schlaf besonders ausgeprägt, lässt durch Luftnot und Hustenanfälle schließlich aufwachen. Wie also bei COPD ungestört schlafen? Sicher, wir alle nehmen im Schlaf - normalerweise - die Liegeposition ein. Leider bewirkt diese, dass es vermehrt zu saurem Aufstoßen (Reflux) kommt. Besonders bei Übergewicht engen Bauchweichteile Brustkorb und Schlundbereich zusätzlich ein. Atemantrieb und Muskelspannung lassen nach, während der Widerstand der oberen Atemwege zu, die Luftmenge, die pro Minute in die Lunge strömt, aber abnimmt. Der Effekt: Ungünstige Blutgaswerte mit zuviel Kohlendioxid sowie Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Schwindel am nächsten Morgen.

Gut schlafen - auch mit COPD

COPD Patienten sollten sich ausreichend Schlaf gönnen - mit hochgelagertem Oberkörper. Übergewichtigen Betroffenen bietet ein Schwerlast Pflegebett die Möglichkeit, durch die Wahl von passendem Lattenrost und ergonomischer Spezialmatratze ein Maximum an punktgenauer Unterstützung zu erfahren. Schön und gut, aber wie bezahlen? Habe ich bei COPD ein Recht auf ein Pflegebett? In vielen Fällen ja, da eine (Hoch-)Lagerung, die Beschwerden wirksam lindert, nur mit einem Pflegebett realisiert wird; eine möglichst selbstständige Lebensführung ist das Ziel (§ 40 SGB XI). Ist ein Beatmungssystem zwingend, ist die Bindung an den häuslichen Bereich ohnehin unbestritten: Hochfunktionale Pflegebetten denken auch an Vorrichtungen für die Sauerstofftherapie - ohne dass der Patient unversehens auf harten Objekten wie zu- und ableitenden Schläuchen zu liegen kommt. Noch Fragen? Etwa dazu, ob Krankenkasse oder Pflegekasse die Kosten trägt? Oder wie Sie Ihr Pflegebett beantragen? Ihre HMMso Hilfsmittelberatung unterstützt Sie gern von Verordnung bis Beschaffung - und darüber hinaus.

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