Kommunikation ist möglich, auch bei Demenz! So gelingt das Gespräch

Demenz verändert alles, nichts ist mehr wie gewohnt: Normale Gespräche werden zunehmend schwieriger. Bei Demenz leidet auch die Fähigkeit, mit anderen zu kommunizieren. Nicht einfach für die Angehörigen dieser oft lebenslang vertrauten Menschen. Wie können sich Kinder oder Partner auf die neue Situation einstellen und trotzdem im Gespräch bleiben?

Demenz und Kommunikation: Nicht mehr begreifen, wovon die Rede ist

Wovon ist die Rede? Menschen mit Demenz verstehen nicht mehr, wovon die anderen sprechen, aber begreifen dennoch, dass sie scheinbar die Einzigen sind, denen dies so geht. Das sorgt für Verwirrung, lässt an der eigenen Wahrnehmung zweifeln. Und macht nicht selten wütend, sogar unruhig bis zur Selbstgefährdung. Sturzmatten und Hilfssysteme schützen. (Link: https://www.pflegebetten-24.de/pflegebett-zubehoer/caremat-ueberwachungsschutz-bei-sturzgefahr-und-demenz). Als Angehöriger habe ich keine Wahl: Ich muss mich auf Mutter, Vater oder demente Ehefrau einstellen, denn zum Wesen von Demenz und Alzheimer gehört, dass dem Betroffenen diese Empathie nicht mehr gelingt. Leichter gesagt als getan, wenn der Vater mir mehrmals hintereinander vom selben Ereignis berichtet - oder dazu fragt. Situationen, die die eigene Geduld strapazieren. Den Angehörigen auf sein Defizit hinzuweisen, ist jedoch sinnlos: Schließlich reflektiert er sein Verhalten nicht mehr wie früher, bemerkt seine Defizite nicht - und fühlt sich daher angegriffen.

Leben im Hier und Jetzt - und der Demente führt

Es hilft nichts: Angehörige Demenzkranker müssen vor der Situation insgesamt kapitulieren, z. B. das Gesagte oder Gefragte als gegeben akzeptieren - und auch die dritte Wiederholung des Erlebnisberichtes wie die erste Version kommentieren, die dritte Frage zum dritten Mal beantworten - oder ein neues Thema anschneiden. Äußere Rahmenbedingungen zu verbessern, kann dabei helfen - und hört nicht mit der Anschaffung wertvoller Hilfen wie demenzgerechter Pflegebetten und Krankenbetten auf (Link: https://www.pflegebetten-24.de/pflegebetten/pflegebett-regia-burmeier?number=50.2025.xx). Reduzieren Sie Hintergrundlärm (Staubsauger, Verkehr, Fernseher) - mit Erlaubnis des Betroffenen - auf ein Minimum. Denn Demenzkranke haben Probleme damit, sich zu konzentrieren, sogar in den eigenen vier Wänden. Und zu unterscheiden: Was ist vergangen, was geschieht jetzt, ist jetzt relevant? Demenzkranke scheinen in einer eigenen Realität mit eigenen Wertungen und Gefühlen zu leben. Real ist daher, auch im Kontakt, nicht das, was Sie als Tochter wissen, sondern was Ihre Mutter dafür hält - und was sie erinnert. Einfache Übersichten - in Küche, Flur und Bad - zum Alltagsablauf, die der Demente im Vorbeigehen automatisch immer wieder liest, halten das Gedächtnis wach. Aber wer ist das denn? Ganz einfach: Frau Müller von der Diakonie, die immer montags an mein Pflegebett kommt. Das Familienposter in der Küche beweist es: Hier sind alle wichtigen Kontakte mit Foto, Name und kurzer Beschreibung zu sehen - von Hauskatze bis Pflegedienst.

Wegweiser: So kann Kommunikation gelingen

Mal sehen, ob Sie sich hier wiederfinden:

- Sie verbringen gern Zeit mit dem Menschen, für den Sie sorgen, doch das Gespräch versandet relativ schnell?
- Sie versuchen stets, Themen zu vermeiden, die Ihr Gegenüber aufregen könnten?
- Sie wiederholen Gesagtes so oft, dass Sie beide frustriert "festsitzen"?

Damit sind Sie nicht allein! Aber wie gestalten Sie ein Gespräch so, dass es für beide Seiten mehr Freude bringt? Früher war es so einfach, sich mit diesem geliebten Menschen zu unterhalten! Nun - jetzt, wo Ihr Mann Demenz hat, mag dies schwieriger sein. Unmöglich ist es trotzdem nicht: Es gibt Wege, auch mit einem Menschen, der an Demenz leidet, angeregt zu plaudern.

Thema: Fragen & antworten

- Diskussionen sind Demenzkranke kognitiv nicht mehr gewachsen: Ihr Angehöriger wird laut, ungehalten, macht Ihnen Vorwürfe? Nicht ganz leicht, aber deuten Sie diese als das, was sie in Anbetracht der Krankheit sind: Ausdruck eigener Unzulänglichkeit und Hilflosigkeit - und wechseln Sie das Thema.
- Wir loben einander viel zu wenig! Lenken Sie das Gespräch auf das, was der Demenzkranke gut macht bzw. gemacht hat.
- Ihr Vater hat das Gebiss schon wieder im Küchenschrank deponiert? Ihr Vater lernt nicht mehr dazu: Bringen Sie falsch ablegte Dinge an ihren richtigen Platz - kommentarlos.

Thema: Handeln & entscheiden

- Statt zu fragen, wie Ihre Mutter den Nachmittag verbringen möchte, bieten Sie nur zwei Wahlmöglichkeiten an, z. B.: "Möchtest du auf die Terrasse oder möchtest du fernsehen?"
- Geht es um die Wahl des Mittagsessens, geht man gemeinsam in die Küche und/oder nutzt entsprechende Abbildungen, die die Entscheidung begleiten.

Ohne Worte sprechen

- Stehen oder sitzen Sie auf Augenhöhe, so dass jeder den Gesichtsausdruck des anderen sehen kann.
- Lächeln Sie, nehmen Sie Blickkontakt auf, sprechen Sie die Person mit Namen an: Dann kann sich der andere entspannen und für eine Unterhaltung öffnen - auch wenn er nicht mehr genau weiß, wer Sie sind.
- Keine Angst vor dem Schweigen: Gemeinsam nur still dazusitzen, entspannt und beruhigt den Dementen. Können Sie die Stille nicht aushalten, schalten Sie deren Lieblingsmusik ein - und hören Sie gemeinsam zu.

Und: Nicht jede Kommunikation braucht Worte: Berührungen stellen Kontakt her, transportieren Zuwendung und Verständnis. Die Hand halten zeigt: "Hier bist du sicher, du kannst mir vertrauen." Auf die Schulter klopfen sagt: "Mach dir keine Sorgen!" Berührungen als wirksame Form der Kommunikation vermitteln eine Wärme und Nähe, die Worte so nicht leisten.

Hilfsmittel, die Kommunikation und Gedächtnis beleben

Auf eine vergnügliche Reise in die Vergangenheit gehen? Auch Hilfsmittel können dazu ermuntern, sich zu äußern, was das Selbstvertrauen stärkt. Wie die Talking Mats, entwickelt durch Sprachtherapeuten an der Universität von Stirling, Schottland, die mit Abbildungen auf Karten arbeiten - ähnlich denen, die in der Kommunikation mit Lernbehinderten eingesetzt werden. Statt mit Worten zu antworten, zeigen Menschen mit fortgeschrittener Demenz auf eine Karte, um Gefühle auszudrücken oder eine bestimmte Wahl zu treffen (Link: http://www.scottishhealthcouncil.org). Etwas, das Sie auch können: Ein Erinnerungsbuch und Fotobuch erinnert an - zentrale, nicht alle bzw. zu viele - gute Momente, wie die eigene Hochzeit, einen Urlaub, Hobbys oder Freunde, jedes Foto durch eine erläuternde Bemerkung ergänzt: Wen zeigt es? Was ist zu sehen? Was ist da Besonderes passiert? Wer das Buch zur Hand nimmt, gewinnt Anregungen für Gespräche - auch die Pflegekraft am Pflegebett.

Ein angeregter Nachmittag ...

Zeit für große Gefühle: Der Demente genießt den Moment, erzählt gut gelaunt, aber bringt die Fakten durcheinander? Wenn er bei Laune bleiben soll, korrigieren Sie ihn nicht! Und irgendwann endet auch der angeregteste Nachmittag. Wie bringen Sie ein Gespräch, eine Begegnung zu einem angenehmen Abschluss? Stellen Sie sicher, dass Sie die Aufmerksamkeit Ihres Gegenübers haben - indem Sie ihm z. B. die Hand geben. Demenzkranke müssen wissen, dass Sie wirklich gegangen sind - und sich nicht weiter in der Wohnung aufhalten. Etwa so: "Ich habe unser Zusammensein sehr genossen - und freue mich auf ein Wiedersehen!"

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