Welt-Hepatitis-Tag 2018: Infektionen wirksam vorbeugen - mit korrektem Schutz

Welt-Hepatitis-Tag 2018: Infektionen wirksam vorbeugen - mit korrektem Schutz


Am 28. Juli ist Welt-Hepatitis-Tag. Die gute Nachricht: Beschäftigte in der Pflege sind heutzutage besser vor einer Infektion mit Hepatitis B oder C geschützt als noch vor fünfzehn Jahren - so die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Der Beweis, dass sich Prävention auszahlt. Trotzdem bleibt bei Hepatitis (Gelbsucht) in der Pflege noch viel zu tun - vor allem bei den Sicherheitsgeräten.

BGW: Zahl meldepflichtiger Verdachtsanzeigen rückläufig

2017 gingen bei der BGW aus den Mitgliedsunternehmen deutschlandweit 38 Verdachtsanzeigen auf Hepatitis-B-Erkrankungen ein - denn diese sind meldepflichtig. Ingesamt ging ihre Zahl um über 80 Prozent zurück, verglichen mit 2002. Außerdem sank die Zahl der meldepflichtigen Verdachtsanzeigen auf Hepatitis-C in diesem Zeitraum um gut 90 Prozent, auf lediglich 29. BGW Forschungsbeauftragter Prof. Dr. Albert Nienhaus sieht die Gründe für diese Positiventwicklung in der höheren Zahl an Hepatitis-B-Impfungen. Auch, dass verstärkt Sicherheitsgeräte eingesetzt würden, um vor Nadelstichverletzungen zu schützen, entfalte positive Wirkung. Unverzichtbare Schutzmaßnahmen, die eigentlich selbstverständlich sein sollten!

Gelbsucht oft unentdeckt, aber Fortschritte bei Medikamenten

Nienhaus verweist auch darauf, dass eine Impfung gegen Hepatitis C - anders als gegen A und B - bislang noch nicht möglich ist. Hepatitis C wurde erst 1989 entdeckt. Leider enthalten übliche Gesundheitscheckups in Deutschland keine Leberuntersuchung, weshalb eine mögliche Gelbsucht auf diesem Wege nicht entdeckt wird. Tragisch, denn wer sich mit Hepatitis infiziert, leidet oft lebenslang an den Folgen. Wird eine Hepatitis C chronisch (was oft der Fall ist), kann dies unbehandelt zu schweren Leberschäden führen. Glücklicherweise gibt es bei Hepatitis C eine Therapie auf Tablettenbasis, die lediglich wenige Wochen dauert. Und Hepatitis B gilt mittlerweile per Dauertherapie als gut behandelbar. Neue Medikamente, die antiviral wirken - so Christian Frosch, Geschäftsführer der BGW Bezirksverwaltung München - hätten den Vorteil zügigeren Wirkungseintritts bei guter Erfolgsquoten, aber geringeren Nebenwirkungen. Hoffnung für vormals Infizierte, auch wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren zu können.

Infiziert durch Verletzungen bei Blutentnahme & Co. - vermeidbar!

Nadelstich-, Schnitt- und Kratzverletzungen - durch Nadel, Kanüle, Skalpell etc. - gelten als Einfallstor für Infektionen, weil mit fremden Körperflüssigkeiten verunreinigt. Mit passenden Maßnahmen lässt sich jedoch gegensteuern, statt nur konventionelle Produkte einzusetzen. Nur so am Rande: Einmalhandschuhe sind kein Ersatz für eine Händedesinfektion, schließlich kann es überall zu Materialdefekten kommen! Sicherheitsgeräte anzuschaffen und zu nutzen, die sich nach Gebrauch sichern lassen, ist Pflicht! Kanülen müssen in Schutzkappen gesteckt werden. Anschließend gehören die Produkte direkt in den Abfalleimer. Die Verantwortung, dass all dies ordnungs- und sicherheitsgemäß geschieht, trägt der Arbeitgeber, dessen Sache auch die so genannte Gefährdungsbeurteilung ist. Im Fall des Falles kann er nämlich haftbar gemacht werden. Dabei ist es so einfach: Sicherheitsgeräte mindern die Risiken in der Pflege von nachweislich infizierten Personen, in der Behandlung fremdgefährdender Patienten, aber auch in Rettungsdienst, Notaufnahme und Krankenstationen (auch im Justizvollzug).

Medizinproduktegesetz(e) beachten!

Betroffen? Dann umgehend Betriebsarzt oder Nofallambulanz aufsuchen: Ihr Unternehmen ist in der Pflicht, den Unfall lückenlos zu erfassen und auszuwerten - nicht zuletzt wichtig, um daraus Verbesserungen für später abzuleiten. Aber bevor es soweit kommt, steht bei Hepatitis in der Pflege ein breitgefächertes Angebot an Sicherheitsgeräten bereit. Medizinproduktberater wissen, welche die Anforderungen in Kliniken, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen am besten erfüllen. Außerdem lässt sich ein Verzeichnis sicherer Produkte (Link unten) zu Rate ziehen. Im konkreten Fall müssen mit Erregern kontaminierte Medizinprodukte wie Instrumente, die Infektionsquelle sein können, nach gesetzlichen Vorgaben aufbereitet werden: Gem. § 3 Abs. 14 Medizinproduktegesetz sind steril zur Anwendung kommende Medizinprodukte zu reinigen, zu desinfizieren und zu sterilisieren - und darüber hinaus technisch-funktionell zu prüfen: Sind die Medizinprodukte sicher? Aber was ist ordnungsgemäße Aufbereitung? Laut Medizinprodukte-Betreiberverordnung (§ 8 Abs. 2) dann, wenn die Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention, Robert Koch-Institut (RKI) und des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte beachtet wird - wie im Jahr 2001 vom RKI im Bundesgesundheitsblatt veröffentlicht.

Und wer zahlt den Impfschutz?

Impfungen gegen Hepatitis A bzw. B müssen am Pflegebett und Krankenbett Tätige in der Regel nicht aus eigener Tasche zahlen, sondern der Arbeitgeber, im konkreten Einzelfall. Etwas, worauf Prof. Jürgen Bünger, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), hinweist: Beschäftigte in der Pflege seien einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Und rät, dazu Betriebsarzt oder die zuständige Fachkraft für Arbeitssicherheit anzusprechen.

Weitere Fragen zu Schutzgeräten und Medizinprodukten? Geschulte, geprüfte Medizinprodukteberater kennen sich aus - aber als erfahrener Fachhändler im Bereich Pflege haben auch wir bei HMMso so einige wertvolle Antworten für Sie!

Und wie schützen Sie sich als Pflegekraft bzw. häuslich Pflegender vor Stich- und Schnittverletzungen? Wie verläuft richtige Nachsorge bei Arbeitsunfallen? www.bgw-online.de/nadelstich

Ein Verzeichnis sicherer Produkte finden Sie z. B. http://www.sicheres-krankenhaus.de/apps/verzeichnis_sicherer_produkte

 

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