Schlaganfall: Auf die Beine kommen, selbstbestimmt leben

Ein kurzer Moment, der das Leben komplett verändert: Schließt sich an einen Schlaganfall jahrelange Rehabilitation an, lautet das Ziel: Wieder auf die Beine kommen! Gute Nachsorge unterstützt dabei, das Leben danach Schritt für Schritt möglichst selbstbestimmt zu meistern - mit Therapie, passgenauen Hilfsmitteln von Pflegebett bis Rollstuhl und einer Hilfestellung durch spezielle Schlaganfall-Lotsen.

Schlaganfall: Akutversorgung top, Langzeit ausbaufähig

Ein Schlaganfall ist dritthäufigste Todesursache und häufigster Grund für Behinderungen, Tendenz steigend angesichts einer Überalterung der Gesellschaft. Aber auch immer mehr junge Menschen und Kinder sind unter den Rehapatienten. Die Gründe? Eine ungesunde Lebensweise - mit zu wenig Bewegung, Übergewicht, Diabetes und stressbedingtem Bluthochdruck. Je höher die Hilfsqualität und je schneller die Hilfe nach einem Schlaganfall, desto besser gelingt es, die Herausforderung des Lebens danach anzunehmen. Dabei zeigen neue Forschungsberichte der Stroke Alliance for Europe (SAFE): In Deutschland hat sich zwar bei der Akutversorgung Einiges getan. Aber Langzeitversorgung und soziale Integration bleiben ausbaufähig. Betroffene, die ihren Alltag maximal autonom bewerkstelligen möchten, müssen bei Null anfangen - etwa ganz neu greifen lernen. Bereits auf den Stroke Units der Kliniken machen Betroffene mit Ergo- und Physiotherapeuten sowie Logopäden erste Therapieschritte. Physiotherapie sollte betroffene Körperareale bestmöglich trainieren - zum Beispiel mittels innovativer, roboterunterstützter Gangtherapie. Hier hilft ein elektromotorisches Exoskelett beim Gehen durch virtuelle Landschaften - als attraktives, weil motivierendes Modell erlebt, das gleichzeitig Gehirn und Muskulatur trainiert und Hirnareale aktiv befördert, die Funktion geschädigter Bereiche zu übernehmen.

Schlaganfall-Lotsen: Hervorragende Leistungen optimal koordinieren

Alltagshandlungen wie ein Bad nehmen, sich anziehen oder einkaufen? Individuelle, ergotherapeutische Schlaganfall Nachsorge macht fit für die Teilhabe am Leben. Parallel dazu ebnen pflegerisch-therapeutisch ausgebildete Schlaganfall-Lotsen die Wege zur Wahrnehmung unterschiedlichster Hilfsangebote - als personifizierte Schnittstelle. Wie die ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin und Casemanagerin Stefanie Feldmann im St. Elisabeth-Hospital Gütersloh, die Patienten und Angehörige bei organisatorischen Nachsorge-Herausforderungen und dem Umstellen des Lebensstils unterstützt und

- Kontakte herstellt
- bei Behördengängen begleitet
- bei der Beantragung von Hilfsmitteln wie Pflegebett oder Rollstuhl oder Behandlungskosten hilft
- über Fachwissen im Spannungsfeld von Behandlern, Dienstleistern und Kostenträgern verfügt.

Schlaganfall-Lotsen erledigen, womit Patienten im Krankenbett selbst überfordert sind und sich Hausärzte kaum Zeit nehmen, so dass erste Reha-Erfolge nicht selten auf der Strecke bleiben. Ein die Selbstbestimmung stärkendes Angebot, das es auch in Bayern, Baden-Württemberg und Vorreiter Sachsen gibt. Speziell in Ostwestfalen-Lippe wird das Projekt durch den Innovationsfonds des Bundes finanziert. Ca. 2.000 Patienten sollen durch Schlaganfall-Lotsen betreut werden - wissenschaftlich begleitet. Bisherige Erfahrungen (Dresdner Vergleichsstudie etc.) zeigen: Nicht nur erleiden so betreute Patienten weniger erneute Schlaganfälle, sie sind auch besser informiert und leben gesünder, bei höherer Lebensqualität; eine aktuelle Patientenbefragung in Ostwestfalen belegt eine hohe Zufriedenheit (90 Prozent) mit dem ein Jahr dauernden Programm. Ein Jahr, nach dem Patienten und Umfeld so eingestellt sind, dass sie ihren Alltag wieder im Griff haben.

Hilfsmittel als Helfer: Pflegebett, Rollstuhl & Co.

Nach einem Schlaganfall ist schnelle und hochwertige Versorgung entscheidend. Die Wahl der richtigen Hilfsmittel spielt in der Rehabilitation eine zentrale Rolle. Sinnvolle Kooperationen wie der LWL-Klinik Lengerich, einem psychiatrisch-neurologischen Fachkrankenhaus mit 408 Krankenbetten und Stiegelmeyer, Ostwestfalen-Lippe, sind keine Seltenheit. Deren Medizinprodukte-Koordinator schätzt den renommierten Hersteller für Ansprechbarkeit, verlässliche Ersatzteilversorgung, Lösungen wie Pflegebett Vivendo oder leicht verfahrbare Niedrigbetten wie Pflegebett Elvido movo. In der Stroke Unit betrüge die durchschnittliche Liegezeit 72 Stunden. Dort, wo sich Schlaganfall-Patienten nach ihrer Behandlung erholten, tausche man täglich acht von zwanzig Betten zwischen den Zimmern aus: Patienten rollen im Krankenbett in ein freies Zimmer, das leere Krankenbett zurück zur Stroke-Unit. Etwas, das schnell gehen muss. (Link: https://www.stiegelmeyer-forum.com/de/news/lwl-fuer-die-menschen-fuer-westfalen-lippe). Auch sonst bewirkt ein exaktes Pflegebett - z. B. bei in der Dekubitus-Vorbeugung- die Anpassung an Patientenbedürfnisse und pflegendes Umfeld sowie einfachere Abläufe bei mehr Selbstständigkeit: Gutes Liegen durch intelligente Bewegungsunterstützung sowie Aufstehen und schonendes Mobilisieren, ob im Krankenhaus oder zu Hause, realisieren Pflegebetten wie Indrea von Caretec. Indrea bietet kleineren wie großen Menschen eine passend niedrige bzw. hohe Sitzhöhe und kurze bzw. großzügige Sitztiefe. Pflegebett Indrea lernt vom Patienten: Seine programmierten Abläufe lassen sich in zahlreichen Bewegungen dem Patientenbedürfnis anpassen - für aktive und passiven Mobilisation, belastungsfreies Aufstehen und dem Weg vom Liegen in den Sitz, selbstständig und bei möglichst wenig Kraftaufwand. (Link Video: http://www.caretec.info/pflegesysteme/pflegebetten/aufstehbett-indrea-b/) Ein Pflegebett, das Transfer-Bewegungen aktiv und so Reha-Maßnahmen nach Schlaganfall unterstützt - ergänzt durch Transferkonzepte wie einen Leg-Lifter, der auf Knopfdruck dabei hilft, die Beine aus eigener Kraft ins Bett und wieder herauszuheben. Medizinische Hilfsmittel, deren Kosten durch Krankenkasse oder Pflegekasse übernommen werden können.

Selbstständig leben und wohnen

Wie gestalte ich als Schlaganfall Betroffener Wohn- und Lebensraum so, dass ich möglichst barrierefrei und unabhängig agiere, zu Hause erneut Fuß fasse? Der Katalog der Maßnahmen ist so zahl- wie hilfreich, hier einige Beispiele:

- bei eingeschränktem Denkvermögen und Gedächtnis sollten möglichst viele Einrichtungsobjekte am vertrauten Platz stehen
- Unfällen vorbeugen: Orientierungshilfen kennzeichnen zusätzlich, wie heiß und kalt an der Armatur oder als Gefahrensymbol am Herd
- Rampen schalten Gefahren durch Türschwellen aus
- Rutsch- und Sturzfallen durch Teppiche und Bettvorleger beseitigen
- Sturzangst durch Handlauf an beiden Seiten der Treppe begegnen
- bei stärkerer Lähmung Treppenlift einbauen
- im Pflegezimmer sind alle wichtigen Utensilien in direkter Reichweite
- Rollstuhl Fahrer können rund ums Pflegebett ausreichend manövrieren

Mehr als entscheidend: Bei Halbseitengelähmten die betroffene Seite stimulieren, sprich, Nachttisch oder TV-Gerät dort platzieren. So wird der Betroffene motiviert, auch diese Seite zu aktivieren. Sie treten als Angehöriger in Kontakt? Am besten von der betroffenen Seite! Ist der Betroffene noch recht unbeweglich, unterstützt ein verstellbares Pflegebett bei Körperpflege oder dem Transfer in den Rollstuhl, Seitensicherungen beugen Stürzen vor. Haltegriffe dagegen sind eher kontraproduktiv, denn sie verführen dazu, nur den gesunden Arm zu belasten - Muskelverspannungen sind die Folge. Fit genug, um in der Küche zu hantieren? Vorsicht ist geboten, die gelähmte Seite von heißen oder scharfkantigen Gefahrenquellen fern zu halten. Wo Anheben und Tragen noch nicht gelingt, springt ein kippsicherer Servierboy ein. Weitere Tipps hält die Deutsche Schlaganfallhilfe in ihrer Broschüre "Hilfsmittel und Wohnraumanpassung" bereit (http://www.schlaganfall-hilfe.de).

Hilfsmittelversorgung muss den Spezialbedarf jedes Patienten decken ...

... ist die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe überzeugt, die im Rahmen von Vorträgen regelmäßig Schlaganfall-Betroffene, Angehörige und Selbsthilfegruppen informiert. Im Schnitt leben zweieinhalb Jahre nach einem Schlaganfall über die Hälfte der Patienten mit einem auf ihn angepassten Hilfsmittel, von Rollstuhl bis Elektromobil, mit dem Sanitätshaus als wichtiger Ansprechpartner, weiß Referent Dr. Thorsten Böing. Bei gleicher Diagnose könne ein für einen Patienten richtiges Hilfsmittel - z. B. Implantate versus Orthese - für einen anderen komplett falsch sein. Nicht maximale, sondern optimale Versorgung sei das Beste, weshalb Patienten ihr Recht darauf gegenüber den Kostenträgern wahrnehmen sollten. Denn die Bandbreite an Beeinträchtigungen nach Schlaganfall sei groß, noch größer das Hilfsmittelangebot - Details, die aber im Alltag den Ausschlag geben.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel
TIPP!
Pflegebett Regia Burmeier geteiltes Bettgitter Pflegebett Regia Burmeier geteiltes Bettgitter
ab 2.099,00 € * 3.273,00 € *
Bettleiter Bettleiter
29,90 € * 39,00 € *
Bettgriff Mobil Bettgriff Mobil
129,00 € *
Drehscheibe Transferscheibe
59,00 € *
aks mini foldy aks minifoldy
1.089,00 € *