Schlaflexikon: Mundatmung

Mundatmung

Wie der Name schon sagt, wird bei der Mundatmung nicht über die Nase, sondern den Mund ein- und ausgeatmet. Dass erhöhter Sauerstoffbedarf Mundatmung notwendig macht, ist bei körperlicher Anstrengung (Sport, Arbeit etc.) nicht ungewöhnlich. In Schlaf und Ruhe dagegen ist Nasenatmung normal: Die Atemluft wird erwärmt, angefeuchtet und von Staubpartikeln gereinigt, bevor sie in Rachen, Kehlkopf und Bronchien gelangt. All dies entfällt bei der Mundatmung, wo gestörte Nasenatmung den Luftstrom behindert, etwa, weil Erkältungs- oder andere Sekrete im Weg sind. Fortschreitender Verschluss lässt Betroffene auf Mundatmung wechseln, die leider die Schleimhäute reizt und die Erholung im Schlaf beeinträchtigt.

Die Folgen: Bei fortlaufender Mundatmung trocknen die Schleimhäute von Mundhöhle, Rachen und unteren Atemwegen aus, so dass nächtliche Weckreaktionen die Erholung beeinträchtigen. Und fehlt in der Mundhöhle Speichel zur Abwehr von Keimen, drohen Karies und Parodontitis. Auch Nasen- bzw. Magensonden befördern die ungesunde Mundatmung, bei Sauerstoffversorgung per Nasenmaske können Probleme durch Mundatmung auftreten, die eine Mund-Nasenmaske plus zusätzlichem Kinnband reduzieren kann. So führt ein zeitweise geöffneter Mund zu Leckagen, die den Erfolg der Therapie einschränken können.

Leider gehen Mundatmung und Schnarchen oft Hand in Hand, was den Schlaf in den wichtigen Tiefschlafphasen stört. Weshalb? Im Schlaf erschlafft die Muskulatur, auch in Rachen und Schlund. Wo Zunge oder Gaumensegel die Atemwege versperren, atmen Schläfer durch den Mund, um mehr Luft zu bekommen. Dazu belasten Atempausen während des Schlafs (Schlafapnoe) vor allem bei männlichen Senioren mit Übergewicht Herz und Kreislauf.

Was ist bei Mundatmung zu tun? Gerade nachts ist Mundtrockenheit ein Problem, denn die Speichelproduktion läuft jetzt auf Sparflamme. Alles, was austrocknet, sprich Alkohol, Rauchen und scharf gewürzte Speisen am Abend verstärken die Mundtrockenheit bei Mundatmung. Doch auch bei Erkältung oder Asthma atmen wir vermehrt durch den Mund. Priorität: Auch anders als über Mundatmung ausreichend Luft zu bekommen, sprich die behinderte Nasenatmung zu behandeln - etwa durch Atmungshilfen wie Sauerstoffgaben. Mobile Sauerstoff-Konzentratoren - erhältlich bei HMMso - stellen bei flacher Atmung und Mundatmung die nächtliche Sauerstoffversorgung über Dauerflow-Modus sicher.

Zum HNO-Arzt gehen? Unbedingt, denn auf Dauer ist Mundatmung gesundheitsschädlich. Vielleicht wird der Hals-Nasen-Ohrenarzt zu einem operativen Eingriff raten, falls Sie Schnarcher sind. Aber Menschen mit Mundatmung können auch selbst gegensteuern. Leider beeinflussen Mittel wie Augenmedikamente, gegen Blasenschwäche, Herzrhythmusstörungen oder Bluthochdruck, aber auch Antidepressiva und Schlafmittel die Drüsenfunktion in Richtung Trockenheit. Viele Senioren nehmen davon oft mehrere parallel, was die Mundtrockenheit verstärkt. Gerade Senioren sollten tagsüber viel trinken, um den Speichelfluss anzuregen, der dann auch nachts besser funktioniert.

Ihr Partner schnarcht? Sprechen Sie das Thema Mundatmung und Schnarchen an - auch wenn das bedeutet, dass der Schnarcher ein eigenes, zweites Bett braucht. Sie pflegen einen Angehörigen mit Mundtrockenheit? HMMso empfiehlt: Betten Sie ihn nicht zu hart (Fehllagerung) und nicht in verstärkter Rückenlage. Elektronische Apparate, Westen und spezielle Shirts hindern Mundatmer und Schnarcher daran, in diese zu gelangen. Besser in Seitenlage betten bzw. den Kopf hochlagern! Bei erschlaffter Backenmuskulatur verhindert eine Schnarchbinde um Kinn und Scheitel, dass der Unterkiefer absinkt. Aktiv trainiert Muskelstimulation die beteiligten Muskelgruppen und wirkt Erschlaffen entgegen.

Natürlich sollten Menschen, die unter Mundatmung leiden, nicht schwitzen: Betten Sie hier mit Hilfe leichter, aber wärmender Bettwäsche und atmungsaktiven HMMso Dekubitusprophylaxe-Hilfen. Auch sachgerechte Mundpflege Bettlägeriger ist bei vermehrter Mundatmung essentiell, um Karies, Parodontitis und Pilzinfektionen zu verhindern.

HMM Sven Oppelin de Krümm 9
22880 Wedel
Fon: 04103 9654104
Fax: 04103-9654336

Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte. Um genaueres zu erfahren sprechen Sie mit Ihrem Arzt! Gemeinsam mit Ihrem Arzt können Sie eine Lösung finden und entscheiden, welche Art der Behandlung für Sie die richtige sein könnte.

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