Professionelle Hilfe gesucht: So finden Sie den richtigen Pflegedienst

Auch im höheren Alter noch lange autonom zu Hause leben - wer wünscht sich das nicht? Reicht die Hilfe durch Nachbarn und Freunde in bestimmten Situationen nicht mehr, springen Angehörige am Pflegebett ein. Aber - gute Pflege ist aufwändig, was Angehörige oft überfordert. Ein professioneller Pflegedienst muss her, der ab jetzt die Versorgung leistet, aber welcher ist der richtige? Und worauf müssen Sie bei der Wahl des Anbieters achten?

Erster Überblick im Internet

Die Mehrzahl der Pflegedienste präsentiert sich online und in den entsprechenden Bewertungsportalen. Die anonyme Suche nach einem geeignetem Pflegedienst in der eigenen Region ermöglicht auch ein Pflegenavigator der Krankenkasse, zum Beispiel der AOK: Filtern Sie nach Ort, Postleitzahl und weiteren Kriterien wie Entfernung der Einrichtung und informieren Sie sich über Leistungen und Preise. Im Fall der AOK stehen Daten von über 14.000 Pflegediensten bereit.

Vor dem Kontakt zum Anbieter unabhängigen Rat suchen

Bei Ihrem Arzt oder einer unabhängigen, kostenlosen Pflegeberatung erfahren Sie, welche Leistungen für Sie individuell infrage kommen. Außerdem finden Sie in vielen Bundesländern speziell dazu eingerichtete Pflegestützpunkte, die Sie u. a. dazu informieren, welche Kosten die Pflegekasse jeweils übernimmt - zum Beispiel für Pflegebetten. Unabhängige Beratungsstellen in der Nähe nennt auch das Zentrum für Qualität in der Pflege unter www.bdb.zqp.de. Auch Pflegekasse, private Pflegeversicherung, ambulante Pflegedienste und stationäre Einrichtungen bieten Beratung an. Und weil diese Suche Vertrauenssache ist, sind ehrliche Antworten entscheidend - Pflege ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Fragen Sie Freunde, Kollegen und Bekannte: Welche persönlichen Erfahrungen habt ihr gemacht? Welchen Pflegedienst könnt ihr empfehlen, von welchem ratet ihr ab?

Telefonische Kontaktaufnahme: Erste, wichtige Fragen klären

Fragen Sie zum Beispiel, ob es möglich ist, neben der Pflegedienstleitung auch weitere Mitarbeiter vor Vertragsbeginn persönlich kennen zu lernen. Und pflegt stets dieselbe Bezugsperson oder wird das Personal ständig wechseln, so dass sich am Pflegebett kein Vertrauensverhältnis aufbaut? Hat der Pflegedienst eine 24-Stunden-Notfallnummer? Damit Sie nichts vergessen, sollten Sie sich vor dem (Telefon-)Gespräch Fragen und Wünsche notieren. Wie professionell ein Anbieter am Pflegebett arbeitet, können Sie oft bereits sehr früh erkennen: Wie lange müssen Sie auf Ihren Termin warten? Kommt man zu Ihnen nach Hause, um sich vor Ort ein Bild von der Ausstattung der Wohnung und dem konkreten Unterstützungsbedarf zu machen? Tritt der Vertreter des Anbieter seriös, gepflegt, zugewandt auf? Vertrauen Sie auch Chemie und Bauchgefühl.

Nach dem Vorgespräch: Individuelles Angebot und Kostenvoranschlag

Das Angebot berücksichtigt Pflegestufe, Pflegeaufwand sowie Individualwünsche: Jeder Pflegedienst ist verpflichtet, Ihnen für die Pflegeleistungen, die Sie in Anspruch zu nehmen planen, einen Kostenvoranschlag zu erstellen. Dieser führt Leistungen und Kosten am Pflegebett klar verständlich und detailliert auf. Ebenfalls Teil der Beratung ist die Aufklärung darüber, in welcher Höhe sich die Pflegekasse bei der jeweiligen Pflegestufe an den Kosten beteiligt. Denn pflegestufenabhängig zahlt diese bei ambulanter Pflege stets Festbeträge - eventuell müssen Sie eine Teil der Kosten, etwa bei Pflegebetten, selbst zahlen. Vergleichen Sie deshalb vor Vertragsschluss die Leistungen und Kosten der Pflegedienste Ihrer engeren Wahl - diese unterscheiden sich eventuell erheblich! Eine praktische Hilfe bietet hier ein Pflegeplaner beim Auswählen passender Leistungen und der Berechnung der Kosten. Um Ihren Bedarf zu ermitteln, können Sie sich zur Planung einer persönlichen Wochenübersicht bedienen, ein Kostenrechner ermittelt die voraussichtlichen Kosten sowie Eigenanteile (Link: www.weisse-liste.de/pflegeplaner). Auch bei der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) und weitere Möglichkeiten wie Kurzzeitpflege oder Tages- und Nachtpflege sollte ein Pflegedienst unterstützen.

Pflegevertrag: Immer schriftlich!

Info-Materialien und Beratungsgespräch sind kostenlos? Bei Vertragsschluss haben Pflegedienste das Recht, das Erstgespräch im Nachhinein abzurechnen, wobei die Pflegekasse die Kosten gemäß der jeweiligen Pflegestufe trägt, Eigenanteil möglich. Sie haben sich für einen Pflegedienst entschieden, der den Vertrag zwischen Ihnen mit einem bloßen Handschlag besiegeln möchte? Überdenken Sie besser Ihre Wahl, denn ein schriftlicher Pflegevertrag ist Pflicht. Kommt dieser, haben Sie das Recht, ihn in Ruhe zu prüfen - und auch Antworten auf Ihre Nachfragen zu bekommen.

Unterschrift geleistet, aber Sie möchten bzw. müssen kündigen? Das geht, jederzeit und ohne Extrakosten. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass Ihr Pflegedienst Ihnen nur bei möglichst langer Frist selbst kündigen kann, etwa innerhalb von sechs Wochen - und alle Fristen müssen im Vertrag stehen. Was dagegen nicht im Vertrag stehen darf (aber trotzdem oft versucht wird), ist die Möglichkeit, Leistungsvergütungen rückwirkend anzuheben - oder auch nur auf diese Möglichkeit zu verweisen. Extratipp: Eine ausführliche Checkliste zur Pflegedienstauswahl können Sie bei der gemeinnützigen Weissen Liste als PDF herunterladen (Link: https://www.weisse-liste.de/export/sites/weisseliste/pdf/Checkliste-Pflegedienst.pdf).

 

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