Pflegebett bei der Pflegeversicherung beantragen - so geht es

Gibt es ein Recht auf ein Pflegebett? Im Pflegefall eindeutig ja. Wobei Pflegebett nicht gleich Krankenbett ist: Letzteres wird als technisches Hilfsmittel von der Krankenkasse übernommen. Lehnt diese ab, ist die Pflegeversicherung der nächste Ansprechpartner - sofern bereits eine Pflegestufe vorliegt, sprich es weniger um den Ausgleich einer Behinderung, als um eine echte Pflegeleistung geht. Lesen Sie, was Sie in diesem Zusammenhang beachten sollten.

Pflegebett & Co.: Diese Kosten werden übernommen

Bereits der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) kann im Pflegegutachten vermerken, dass ein elektrisch höhenverstellbares Pflegebett gebraucht wird, um die Mobilität des Betroffenen zu erhalten und die Pflege zu erleichtern. Beispielsweise dann, wenn es schwerfällt, aus dem normalen Bett aufzustehen oder eine Versorgung im Bett nötig wird. Oft lindert nur ein spezielles Pflegebett die Krankheitssymptome in Richtung maximaler Beschwerdefreiheit, beugt neuen Beschwerden vor und sorgt für ergonomisch gesundes, komfortables Liegen und Aufrichten. Deshalb gehört entsprechende Pflegebett-Ausstattung von Dekubitusmatratze über flexiblen Betttisch bzw. Nachttisch bis zum Seitengitter dazu - und ist ebenfalls zu beantragen.

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Auch Rollatoren, Rollstühle und Gehhilfen, sowie unterschiedlichste Haltegriffe, Toilettensitzerhöhungen oder Badewannensitze sind klassische Kassenleistungen. Darüber hinaus werden Sie Verbrauchsmaterial wie Inkontinenzausstattung oder Handschuhe benötigen: Hier übernimmt die Pflegekasse maximal 31 Euro im Monat, die man Ihnen nach Anschaffung erstattet. Zum Pflegebett selbst sind nur 10 Euro zuzuzahlen, bei sozialer Indikation sind Sie auch davon befreit. Zusätzlich lohnt es sich, Belege zu sammeln: Auch wenn Pflegebetten im Vergleich zu Hilfsmitteln wie Sauerstoffgeräten stromsparend sind, lohnt es sich trotzdem, sich die Stromkosten für den Betrieb des Bettes erstatten zu lassen (Musterbriefe im Internet). Außerdem können Sie Pflegehilfsmittel von der Steuer absetzen.

Anerkannte Pflegehilfsmittel: Voraussetzungen

Damit eine Kasse Hilfsmittel als Pflegehilfsmittel anerkennt, müssen nach § 40 Sozialgesetzbuch (SGB) XI folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Diese müssen nicht nur notwendig und zweckmäßig sein, sondern außerdem entweder

- die Pflege erleichtern,
- Beschwerden lindern,
- oder zur selbstständigen Lebensführung beitragen.

Ein anerkanntes Hilfsmittel selbst anzuschaffen genügt nicht: Der Arzt muss das Hilfsmittel verordnen, damit die Kasse die Kosten übernimmt. Für den Fall dagegen, dass die Kostenübernahme abgelehnt wird, bleiben Ihnen als Pflegebedürftigem bzw. Angehörigem, der mit der Erledigung betraut ist, vier Wochen Zeit, dem Ablehnungsbescheid zu widersprechen. Falls Ihnen die Begründung Kopfschmerzen macht: Sie kann auch noch im Prozess nachgereicht werden.

Am einfachsten: Jeden Bedarf zunächst zuerst mit Pflegedienst und/oder Sanitätshaus des Vertrauens zu besprechen, da Krankenversicherung und Pflegeversicherung im Prinzip für ähnliche Hilfsmittel leisten, die Pflegeversicherung aber nur dann zahlt, wenn eine alternative Kostenübernahme ausscheidet. Wobei es nicht schadet, sich von der landläufigen Vorstellung der Kasse als Gegner zu verabschieden: Suchen Sie das offene Gespräch, um den Weg für maximale Kooperation zu ebnen.

Gesucht: Pflegebett nach Wunsch

Natürlich können Sie auch selbst ein Pflegebett nach eigenen Wünschen anschaffen - online günstiger, als Sie vielleicht meinen. Ein Pflegebett im Schlafzimmer? Ja, mit wohnlichen Pflegebett-Lösungen oder, indem Sie das vertraute Einzel- oder auch Doppelbett mit einem verstellbaren Hebepflegerahmen in ein vollwertiges Pflegebett verwandeln, der einfach eingelegt wird. Ihr Sanitätshaus berät Sie: Über welche Funktionen sollte Ihr Pflegebett verfügen? Welches Modell ist ideal? Vielleicht ein Schwerlastbett? Oder ein Niederflurbett für einen zu nächtlicher Bettflucht neigenden Demenzpatienten (statt Gitter), das Verletzungsgefahr vermeidet? Zusatzausstattung wie eine Bettleiter zum selbstständigen Aufrichten, eine Halterung für die Infusion oder ein Rutschbrett für den Transfer vom Bett in den Rollstuhl und zurück können ebenfalls sinnvoll bzw. notwendig sein.

Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte. Um genaueres zu erfahren sprechen Sie mit Ihrer Pflegekasse.

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