Niedrige Pflegebetten: Das macht sie so wichtig!

Vom Pflegebett in den Rollstuhl - und wieder zurück, um das Bett erneut zu erklimmen - jedes einzelne Mal ein Kraftakt! Schließlich ist ein Höhenunterschied von etwa 10 bis 20 cm zu überwinden. Denn höhenverstellbare Standardbetten mit einem Spektrum zwischen 40 bis 80 cm bieten um 50 bis 51 cm als niedrigste Tiefenoption - während die Hilfsmittel wie Rollstühle oder Toilettenstühle eine Sitzhöhe von 51 cm haben. Auch für die Sicherheit von Demenzkranken stellen Standardbetten ein Risiko dar - und kommen deshalb oft nicht ohne Hochfahren des Bettgitters aus. Das muss doch anders gehen?

Es geht auch anders! Niedrigbetten

Wie kommt das beschriebene Szenario zustande? Schon eine 12 cm starke Matratze erhöht das Pflegebett so, dass der Transfer - von unten hinauf - viel Kraft kostet. Weshalb sich besonders Rollstuhlfahrer, die ihren Transfer selbstständig erledigen, für ein Niedrigbett entscheiden: Tiefer als der (Toiletten-)Rollstuhl, erleichtert es den Einstieg sehr. Wer den Wechsel vom Rollstuhl ins Bett selbst schafft, erlebt sich als autonomer. Zwar unterstützen Hilfsmittel wie Rutschbrett, Drehteller, Patientenlifter und Bettgalgen, aber dennoch braucht der Transfer in vielen Einzelschritten Zeit: Erst den Rollstuhl passend ausrichten, dann abstützen und drehen, schließlich absetzen - und all dies beim Aufstehen wieder von vorn - mit einem Niedrigbett bedeutend komfortabler.

Der Wunsch: Pflegebett Dali Low Entry

Niedrigbetten sind anerkannte Hilfsmittel nach Hilfsmittelkatalog, urteilte am 12.02.2008 das SG Saarland - und verurteilte die Pflegeversicherung zur Kostenübernahme eines - vergleichsweise preisgünstigen - Bettes mit dem Verstellspektrum von 22 cm bis 62 cm Liegehöhe. Die Klägerin: Eine in einer Behinderteneinrichtung lebende, spastisch gelähmte Kleinwüchsige von 154 cm Körpergröße, die den Transfer auf das WC des Wohnheims von ihrem 52 cm hohen Standardpflegebett nicht bewältigen konnte. So setzte sie ihren Anspruch auf selbstständigere Lebensführung (§ 40 Abs. 1 S. 1 SGB XI), Erhalt von Teilmobilität und Niedrigbett Dali Low Entry durch - und fuhr ab sofort auf eine Tiefe herunter, die auch sie mit den Füßen den Boden erreichen lässt.

Niederflurbett statt Fixierung

Seit dem 1. September 2014 ist es amtlich - Niederflurbetten zählen zur Grundausstattung von Pflegeheimen: Ein Heim muss, sofern es zum Schutz bestimmter Bewohner zeitlich begrenzte, freiheitsbeschränkende Maßnahmen angeordnet hat, ein Niederflurbett beschaffen, so das Verwaltungsgericht (VG) Würzburg. Durch einen Elektromotor angetrieben bis auf Bodenniveau absenkbar, macht das Niederflurbett Bettgitter bei Personen, die aus dem Bett zu fallen drohen, überflüssig. Wie kam die Sache ins Rollen? Die Heimaufsicht war im Haus, bemerkte zu viele freiheitseinschränkende Maßnahmen wie Bettgitter - und ordnete die Anschaffung von Niederflurbetten an. Dies traf beim Heim auf Widerstand. Die Begründung: Der Ehemann der Betroffenen lehne diese Art Bett ab, außerdem sei das jährliche Investitionsbudget bereits ausgeschöpft. Dies ließ das Gericht nicht gelten, denn das Einsetzen von Bettgittern stelle einen Mangel dar, weil sich Schutz an neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu orientieren habe. Auch das Geldargument wies das Gericht zurück: Ein Niederflurbett gehöre zur Heim-Grundausstattung - und der Ehemann habe ebenfalls kein Mitspracherecht, da die Verfahrenspflegerin die Betroffene im Betreuungsverfahren vertrete (VG Würzburg, 01.09.2014, Aktenzeichen W3S 14.778).

Runter auf 13 cm: Niederflurbett Aldena

Fixierung per Bauchgurt, freiheitsbeschränkende Bettgitter, Vorstecktisch am Rollstuhl: Echte Fürsorge geht anders, weshalb Niedrigbetten und vor allem Niederflurbetten, die sich bis auf den Boden absenken lassen, eine Alternative zur Fixierung sind. Sicherheit ohne Ohnmachtsgefühl verspricht zum Beispiel Niedrigbett Aldena von Mühle Müller - mit Zusatznutzen durch die sehr niedrige Einstiegshöhe für Kleinwüchsige, Rollstuhlfahrer und Demenzpatienten in der Sturzvorbeugung. Seine Liegefläche lässt sich auf 13 cm, optional 25 cm, herunterfahren. Sturzhöhe und daraus resultierende Verletzungen sind so deutlich vermindert, die Bodennähe vermittelt den Patienten Sicherheit. Die maximale Liegeflächenhöhe liegt hier bei 76 cm bzw. 68 cm, verstellbar durch verdeckte, also unsichtbare Motoren.

Nicht nur für Rollstuhlfahrer: Niedrigbetten mit Top-Komfort

Rollstuhlfahrer lieben elegante Lösungen, wie sie niedrige Pflegebetten bzw. Niedrigbetten wie das Inovia, Dali Low Entry oder das Westfalia Care von Burmeier bieten. Einfach tief herunterfahren, so dass Rollstuhl und Bettkante auf einer Ebene liegen - und zügig wechseln, bei beiden Transferwegen. Bei Bedarf fährt das Niedrigbett sanft auf Wunsch- bzw. Arbeithöhe. Denn ein Bettgalgen ist gut, ein Niedrigeinstiegsbett besser - wie das Dali Low Entry mit variabler Einstiegshöhe, stufenlos per Handschalter von niedrigen 22 auf 62 cm heraufregulierbar. Dabei bietet Pflegebett Dali Low Entry gewohnt ergonomischem Liegekomfort für schmerzfreies Ausruhen, Seitengitter und Aufrichter (Bettgalgen) bieten bei Bedarf zusätzliche Sicherheit. Mit 175 kg Arbeitslast eignet sich das Niedrigbett für normalgewichtige oder Menschen mit ein paar Pfund mehr. Ein Schwenk der - viergeteilten - Liegefläche aus Stahllamellen lagert die Füße bequem, Kopf- und Fußteil werden auf Tastendruck eingestellt, auch eine Sitzposition mit Knieunterstützung ist machbar - wohnliches Holzdesign selbstverständlich. Eine Lösung, der man den Funktionsumfang nicht ansieht, weil sein Hersteller keine Abstriche zu Lasten ansprechenden Wohnkomforts macht - bis zu Zubehör wie Leselampe und Serviertablett.

Es darf etwas mehr sein: Westfalia Care und Inovia

225 kg Arbeitslast? Kein Problem für Pflegebett Westfalia Care von Burmeier, das auch hier auf tiefe 26 cm herunter - und auf 89 cm Arbeitskomforthöhe hinauffährt. Ein Pflegebett, das sich zum Niedrigbett qualifiziert und serienmäßig über 24-Volt-Antriebssystem verfügt, bei integrierter Bett- und Unterschenkellehnenverlängerung. Legt mich tiefer! Pflegebett Inovia, ein Premium-Pflegebett für Senioren, schafft sogar 22 cm Einstiegshöhe, oder sollten wir sagen, -tiefe! Bei einer sicheren Arbeitslast von 225 kg ist dieses Pflegebett und Niedrigbett gleichermaßen für Kleinwüchsige, Rollstuhlfahrer und Übergewichtige wie gemacht.

Entweder - oder? Wohnlich oder behindertengerecht bzw. funktional? Heutzutage nicht mehr, denn diese Pflegebetten und Niedrigbetten können Beides - wie das Inovia nicht zuletzt über seine optionale, verschiebbare Seitensicherung beweist - bei optimaler Balance zwischen Schutz und Freiheit.

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