Die richtige Bettdecke

Gut bedeckt ist halb erholt: Für den gesunden Schlaf in Pflegebett oder Seniorenbett ist die Wahl von Bettdecke und Füllung von entscheidender Bedeutung. Füllungen aus Federn, aus Synthetik oder natürlichen Fasern wie Baumwolle erfüllen durch ihre Materialeigenschaften spezifische Schläfer-Bedürfnisse sowie Ansprüche an Reinigung und Hygiene.

Eine Bettdecke mit natürlicher Füllung saugt Feuchtigkeit auf, während synthetische Fasern diese ableiten. Bei Hohlfasern mit luftgefüllten Kammern kann Nässe gut entweichen, während Vollfasern diese schlechter passieren lässt. Großflockige Daunen sind leicht, wärmend und strapazierfähig - und eignen sich für alle, die schnell frösteln, aber auch für Menschen, die stärker schwitzen. Kalte Füße? Bei einer Bettdecke aus Daunen, inzwischen auch allergikerfreundlich zu haben, entfaltet sich die Wärme sogleich. Rheumatiker bevorzugen Füllungen aus Schafschurwolle oder Kamelhaar, während sich kühlende und atmungsaktive Wildseide ideal als Sommer-Bettdecke macht.

Zwei Bettdecken, mit einer leichten, kühlen Baumwoll-Sommerdecke und einer wärmeren Flanell-Bettdecke im Winter? Oder eine Bettdecke aus zwei Lagen, von denen eine abgeknöpft oder abgeklettet wird? Letzteres macht nur bei zwei Lagen Sinn, die sich nicht ballonartig aufblähen. Denn voluminösere Oberbetten wärmen nicht besser, sondern schmiegen sich weniger an: Nach dem Drehen liegt dann oft der Rücken frei. In gleichmäßig temperierten Zimmern spricht nichts gegen eine Ganzjahresdecke.

Die beste Größe? Bis 1,80 m Körpergröße genügt der Standard 135 x 200 cm, größere Menschen wählen das Komfortmaß 155 x 220 cm, auch ratsam für alle, die unruhiger schlafen oder leicht frieren. Ganz auf eine Bettdecke sollte nie verzichtet werden, auch wenn sich der Angehörige permanent selbst abdeckt: Auskühlung und Muskelverspannungen sind die Folge. Spezielle Pflegedecken bieten einen Kompromiss zwischen Sicherheit und Bewegungsfreiheit. Diese Bettdecken aus Polyesterdoppeltuch schützen Bettlägerige im Pflegebett vor Unterkühlen und beugen dem Entfernen von Schutzhose oder Katheter vor. Außerdem verhindern sie Stürze aus dem Pflegebett. Hier liegt der Pflegebedürftige in einem Schlafsack, nach oben wie eine übliche Bettdecke bedeckt, aber unterhalb offen. So wird die ganze Bettfläche ohne Einschränkung genutzt; auch der Wechsel von Inkontinenzhilfen gelingt leichter.

Nach der Nacht lüften Pflegekraft bzw. Angehörige die Bettdecke durch. Ist der Senior noch mobil, bieten sich Abziehen und Beziehen an, um den Patienten zusätzlich zur Hygiene zu mobilisieren und vor Dekubitus zu schützen. Regelmäßiges Bettenbeziehen dient auch zur Kommunikation und dazu, Senioren zum Mitmachen zu aktivieren (Kissen aufschütteln lassen etc.). Seniorenheim-Bewohner haben ein Mitspracherecht, was die Auswahl der Bettdecke bzw. Bettwäsche angeht - schließlich erhöht die Sauberkeit des eigenen Pflegebettes neben Hygiene und Schlafqualität auch die Lebenszufriedenheit. Allerdings sollte zu heftiges Aufschütteln der Bettdecke vermieden werden: Mit aufgewirbeltem Staub verbreiten sich Keime. Immer sollten Pflegekräfte und Angehörige die Richtlinien rückenschonenden Arbeitens beachten: Kopf- und Fußteil werden flach gestellt, die Pflegebett-Liegefläche auf Arbeitshöhe gefahren. Und dass beschädigtes Bettzeug umgehend zu ersetzen ist, versteht sich von selbst.

Zu Hause gepflegt? Die Wäsche entfernt Nachtschweiß und Hausstaubmilben. Bei einer Daunen-Bettdecke sollte wenigstens zweimal jährlich in eine professionelle Reinigung (im Fachgeschäft) investiert werden. Ein Blick auf das Etikett verrät, ob die Federn einen Wollwaschgang mit Feinwaschmittel vertragen. Kunstfasern dagegen dürfen in die Waschmaschine - und zum Auflockern der Fasern in den Trockner.

Egal, ob natürlich oder synthetisch gefüllt: Viele Bettdecken sind leider mit Chemie behandelt - für den Schläfer alles andere als gesund. Wer etablierte Testergebnisse zu Rate zieht und sich im (Online-)Fachhandel umfassend beraten lässt, schläft gesünder!

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