Altenpflege 2016: Clevere Innovationen für das Leben im Alter

Wie werden wir im Alter leben und wohnen? Die Zukunft der Altenpflege war Thema der diesjährigen Leitmesse in Hannover: Auch die Altenpflege 2016 präsentierte wieder zahlreiche neue Hilfsmittel und Dienstleistungen, die neugierig machen: Was können die brandaktuellen Innovationen?

Altenpflege 2016: Herausforderung Pflege diskutiert

28.000 interessierte Besucher zählte die dreitägige Altenpflege 2016, die am 10. März zu Ende ging - so viele wie im Vorjahr. Lösungsorientiertes Trendbarometer, präsentierten ganze 579 Aussteller Innovationen, Dienstleistungen und klassische Themen aus Pflege, Betreuung, Wohnen und Verpflegung, aber auch Arbeitswelt und Therapie. Eine ganze Halle war Pflegehilfsmitteln, Alltags- und Mobilitätshilfen sowie Dekubitusprophylaxe gewidmet. Neu in diesem Jahr: So genannte Connect-Flächen als zentrale Kommunikationspunkte für Besucher, Experten und Aussteller, deren Austausch durch zahlreiche Vorträge und Workshops befeuert wurde. Darüber hinaus fand der Zukunftstag Altenpflege statt: Über 65 Fachvorträge und hochkarätige Referenten traten an, das Augenmerk auf die aktuellen Herausforderungen der Pflege zu lenken - darunter Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD), Karl-Josef Laumann (CDU), Bundesgesundheitsministerium, Dr. Thomas Kunczik, Deutscher Berufsverband für Altenpflege sowie Ulrich Schneider vom Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Pflegebett-Tipp: Inovia mit geteiltem Bettseitengitter

Technik: Senioren das Leben zu Hause erleichtern

Jedes Jahr werden es mehr Apps - und weitere IT-Lösungen, wie von Telekom Healthcare Solutions, das sich derzeit auf Produkte für Seniorenwohnungen spezialisiert - und sich damit angesicht von 3,5 Millionen Pflegebedürftigen auf Höhe der Zeit bewegt. Zumal Neuerungen im Pflegegesetz Verbesserungen vorsehen, was Anpassungen und Umbauten von Wohnungen als Versicherungsleistung angeht, was den Umzug ins Pflegeheim obsolet machen kann - vergleichbar der Kostenübernahme beim Pflegebett (Link: http://www.pflegebetten-24.de/pflegebetten-pflege-ratgeber/pflegebett-ohne-pflegestufe-geht-das). Auch elektronische Mittel wie der Intelligente Hausnotruf gehören dazu, der ohne Notrufsender am Körper auskommt. Statt dessen erfasst ein Telekom-Gerät per System alle Räume und analysiert die Bewegungen der erkannten Person(en). Sturz! Schon schlägt die Box Alarm, der Notruf geht samt - aus Datenschutzgründen schematischem - Video automatisch an eine Notrufzentrale. Der Gedanke: Nur, wer schnellstmöglich versorgt wird, kann erfolgreich genesen - um weiterhin allein zu leben. Kostenpunkt? Etwa 3000 Euro plus monatliche Kosten für die Notrufzentrale; die Markteinführung ist für Herbst 2016 geplant.

Innovationspreis: App-Draht zum Pflegedienst

Sprichwörtlich "Raum für Innovationen" bot die Sonderfläche aveneo, die wegweisende Produkte und Dienstleistungen im Rahmen des Innovationspreises Altenpflege sowie des Newcomer Innovationspreises vorstellte - mit Prototypen aus Industrie, Wissenschaft und Forschung. Auf den ersten Platz des Innovationspreises Altenpflege 2016 schaffte es ein mobiler Kochwagen - eine Idee des Kochs Frank Dornsiepen. Wie geht das? Der Kochwagen wird - gemeinsam mit einem Betreuer - als Teil von Beschäftigungs- und Therapiemaßnahmen genutzt. Schneiden, schälen, zubereiten - Pflegebedürftige sind aktiv dabei! Der Kochwagen hat sich bereits in der Praxis bewährt - in einem Pilotprojekt des Altenheims Christkönig in Bad Wildungen-Reinhardshausen. Auch der zweite Preisträger steht für Interaktion, hier allerdings zwischen Angehörigen, Pflegebedürftigen und Pflegepersonal. Denn die App Life-Manager bietet eine Kommunikationsplattform für die ambulante Pflege.

Newcomer: Kraft sparen, Sicherheit gewinnen

Für mehr als eine ausgereifte Überraschung gut: Die Nominierten und Teilnehmer des Newcomer Innovationspreises Altenpflege 2016, allesamt blutjung am Markt. Wie das Einrichtungs-Startup MORMOR, das mit seinem neuartigen Greiftisch erstmals die Greifmöglichkeit nach Art eines Handlaufs mit einer Tischplatte kombiniert: Senioren ziehen sich - muskulaturfördernd - aus dem Sitz hoch oder halten sich beim Platznehmen fest - das verunsichernde Fallen in den Stuhl wird so verhindert. Nomen est Omen: Robust und schwer, bietet "Halt" Unterstützung bei Tätigkeiten am Tisch - und minimiert als zuverlässige Stütze im Raum nicht zuletzt das Sturzrisiko. Dazu wirkt das Universelle Tablett von Nataliya Milatz, Hochschule Magdeburg-Stendal, wie eine ideale Ergänzung: Seine zwei Teile werden per Schnappverschluss verbunden. Die Idee: Senioren und Menschen mit Handicap tragen ein Tablett ohne viel Kraftaufwand! Ergonomisch geformt, verfügt die Lösung über einen Griff an der Unterseite: Senioren transportieren unterschiedlichste Dinge auch einarmig ohne Balanceprobleme. Tablett leicht und sicher abstellen? Zwei festmontierte Standfüße sorgen dafür.

Autonomie stärken: Von Aufstehstuhl bis Spezialhose

Das soll eine Innovation sein? Sitzmöbel und Seniorensessel gibt es viele - trotzdem ist der Easy Stand Up von Leander Thiel etwas Besonderes, konzipiert, um das gerade im Alter mühsame Aufstehen leichter zu machen - etwa in Ergänzung zum Aufstehbett und Pflegebett (Link: http://www.pflegebetten-24.de/pflegebetten-pflege-ratgeber/wie-aufstehen-pflegebett-als-aufstehhilfe-benutzen). Thiel schuf dazu einen Stuhl mit leicht erhöhter Sitzfläche und einem Winkel in der Kunststoffschiene. Ein Kippen nach vorn unterstützt die Aufstehbewegung, weil dadurch der Winkel im Knie vergrößert wird - das schont die Gelenke!

Schonung der etwas anderen Art verspricht eine intelligent konzipierte Spezialhose für die Altenpflege von Shilong Zhang, Hochschule Magdeburg-Stendal. Ihr Erfinder möchte das Wechseln der Hose für bettlägerige Patienten und Pflegekraft gleichermaßen komfortabler gestalten: Musste der Pfleger den Patienten bisher an der Hüfte hochheben oder dessen Hose kräftig nach unten ziehen, macht die Spezialhose mit diesem für beide Seiten unangenehmen Ablauf Schluss: Jetzt wird der Patient einmal im Winkel von 90 Grad umgedreht - und schließt (falls dazu in der Lage) den Reißverschluss selbst. Neugierig, wie dies im Detail aussieht oder welche Innovationen die Zukunft der Pflege bereithält, aber nicht bis zur nächsten Altenpflege 2017 (25. bis 27. April in Nürnberg) warten? Hier weitelesen: (Link:http://www.altenpflege-messe.de/ap_messe_innovationspreis_teilnehmer_de).

 

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