Ärger mit der Krankenkasse: Pflegebett abgelehnt? Behandlung selbst tragen?

Deutscher Patientenalltag: Ablehnungsbescheide, die ins Haus flattern und unmissverständlich verkünden, dass die Kostenübernahme für bestimmte Behandlungen, Medikamente oder Hilfsmittel wie Pflegebetten abgelehnt wird. Das auch noch! Wer krank und pflegebedürftig ist, sieht sich in die Lage versetzt, jetzt zusätzlich kräftezehrend für Erstattungen zu streiten. Also klein beigeben? Keinesfalls - es lohnt sich, den Kampf aufzunehmen.

Bei Krankkeit und im Pflegefall: Anspruch auf Hilfsmittel

Krankenversicherung und Pflegeversicherung sind in der Pflicht, Sie und Ihre Angehörigen, die alters- oder krankheitsbedingt Hilfe bei der Alltagsbewältigung benötigen, zu unterstützen. Zum Beispiel, wenn Sie - auch von heute auf morgen - auf ein Pflegebett angewiesen sind (Link: http://www.pflegebetten-24.de/pflegebetten-pflege-ratgeber/ploetzlich-pflegebeduerftig-wie-erhalte-ich-schnell-ein-pflegebett) oder Angehörige in Eigenregie pflegen möchten. Hilfe in Form von Leistungen, die im Sozialgesetzbuch verbrieft ist; für einige ist die Einstufung in eine Pflegestufe durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) Voraussetzung. Diese Begutachtung sollten Sie sorgfältigst vorbereiten. Ein Pflegebett erhalten Sie auf Rezept. Je nachdem, ob es der Krankenbehandlung dient oder bei Pflegebedürftigkeit (Pflegestufe) unterstützt, erfolgt die Kostenübernahme durch Krankenkasse oder Pflegekasse. Aber welche Eigenschaften muss ein Pflegebett haben, um Kassenleistung zu sein? Sanitätsfachhändler beraten dazu und unterstützen auch bei der Beantragung. Und dann? Erhalten Sie Ihr Pflegebett leihweise, entweder direkt aus dem Kassenbestand oder im Kassenauftrag, durch Ihr Sanitätshaus.

Ablehnungsbescheid: Formlos Widerspruch einlegen

Die Kostenübernahme für Pflegebett, Medikamente oder Behandlungen wird abgelehnt? Alternativ können Sie ein Pflegebett über die Kasse mieten - oder in ein bezahlbares Seniorenbett mit individuellen Komfortfunktionen investieren, das perfekt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Oder Sie legen - innerhalb von vier Wochen nach Zugang des Ablehnungsbescheides - Widerspruch ein: Schließlich ist die Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) keine Ermessensfrage, sondern gesetzlich als Leistungskatalog festgelegt. Freiwillige Angebote wie im Bereich Homöopathie oder Heilbehandlungen wie Hypnose oder Akupunktur, die diesen Rahmen überschreiten, stehen je nach Krankenkasse in unterschiedlichem Umfang bereit. Ein formloses Widerspruchsschreiben, am besten als Einschreiben mit Rückschein, genügt - oder schauen Sie persönlich in Ihrer Zweigstelle vor Ort vorbei. Falls Sie die Begründung Ihres Anspruchs auf Kostenübernahme an dieser Stelle noch nicht formulieren können oder möchten, weisen Sie in Ihrem Widerspruch darauf hin, dass Sie diese später im Prozess nachreichen.

Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD)

Ganz natürlich, dass der erste Weg - auch bei Problemen mit der Krankenkasse - zum Arzt als vertrautem Berater führt. Allerdings: Dieser Rat ist nicht komplett neutral, die Patientenberatung als Gesprächsleistung mäßig vergütet. Gute Unterstützung steht auf mehreren Beinen - von Arzt über, falls notwendig, Fachanwalt bis zu zahlreichen niedrigschwelligen, kostenlosen Optionen. Wie die Unabhängige Patientenberatung Deutschland gGmbH (UPD) (Link: http://www.pflegebetten-24.de/pflegebetten-pflege-ratgeber/unabhaengige-patientenberatung-upd-antworten-rund-um-gesundheit-pflege-und-patientenrecht), die - offen für gesetzlich, privat oder gar nicht Krankenversicherte - gangbare Wege zum Erfolg zeigt. Obwohl durch den GKV-Spitzenverband und den Verband der Privaten Krankenversicherung finanziert, nehmen diese keinen Einfluss auf die Beratungstätigkeit nach § 65b Sozialgesetzbuch (SGB V). Die gesundheitsrechtliche Beratung durch Rechtsanwälte oder Schlichtungsstellen ersetzt die UPD im konkreten Rechtsfall jedoch nicht. Aber arbeitet mit 120 Experten, darunter Juristen, Ärzte, Sozialversicherungsfachangestellte - und informiert auch auf Türkisch, Arabisch und Russisch. Sie wünschen sich Durchblick bei Privatabrechnungen oder IGeL-Leistungen? Bei der Kostenübernahme im Bereich Zahnersatz? Sie möchten Ihr Patientenrecht auf eine Reha oder ein Pflegebett durchsetzen? Die UPD berät und informiert umfassend - am kostenlosen Beratungstelefon, im Beratungsmobil oder der Beratungsstelle vor Ort (Link: https://www.patientenberatung.de/de/kontakt).

Privatversichert: Ombudsmann einschalten

Der Ausschuss der Kasse hat Ihrem Widerspruch nicht abgeholfen, sprich, Ihren Anspruch erneut abgelehnt. Ihr nächster Schritt führt Sie vors Sozialgericht: Zwar besteht kein Anwaltszwang, aber die Beauftragung eines Fachanwalts für Patientenrecht kann Ihre Erfolgschancen deutlich erhöhen. Eine weitere Möglichkeit eröffnet eine Beschwerde bei der jeweiligen Aufsichtsbehörde - für die meisten Krankenkassen das Referat II des Bundesversicherungsamts. Für die AOK sowie Krankenkassen, die in weniger als vier Bundesländern vertreten sind, sind die Landesgesundheitsministerien Ansprechpartner. Sie sind privatversichert? Beschwerden gegen private Krankenversicherungen nimmt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) entgegen. Oder Sie wenden sich an Ihren Ombudsmann: Diese Schlichtungsstelle versucht nun, eine Einigung zwischen Ihnen und Ihrer PKV zu erzielen, um einen Prozess zu vermeiden. Achtung: Die Beschwerde ist innerhalb eines Jahres nach Ablehnungsbescheid einzureichen. Das Verfahren selbst ist zwar kostenlos, aber Kosten für die Beauftragung von Anwalt und Gutachter (oft unerlässlich für die Erfolgsaussichten) sind aus eigenem Portemonnaie zu bestreiten. Fruchtet die Vermittlung nicht, bleibt auch hier nur der Klageweg.

Rechtsberatung: Verbraucherzentralen & Co.

Darüber hinaus kennt die Bundesregierung seit 2004 einen eigenen Patientenbeauftragten. Seine Aufgabe: Über die Patientenrechte informieren und die Interessen von Patienten politisch vertreten, aber keine Einzelfallhilfe leisten. Diese Rechtsberatung bei Konflikten mit der Krankenkasse bieten Sozial- und Wohlfahrtsverbände sowie die Verbraucherzentralen. Übersicht gesucht? Eine Liste weiterer Ansprechpartner finden Sie hier (Link: https://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/beschwerde/).

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