Achtung, Sturzgefahr! Zeitgemäßer Schutz - durch Bettseitengitter & Co.

Demenz - knapp zwei Millionen Menschen in Deutschland sind davon betroffen, noch mehr leben damit. Wer Demenzkranke pflegt, weiß: Alles andere als im ruhigem Dämmerzustand verharrend, sind besonders diese Pflegebedürftigen physisch oft sehr (nacht-)aktiv. Fixieren kommt nicht infrage? Gruselige Gurtszenarien sind nur ein Blickwinkel auf freiheitsentziehende Maßnahmen (FEM). Auch bestimmte Bettgitter, die sicheren Herausfallschutz leisten, gehören zu den FEM. Welche alternativen Möglichkeiten von Gefährdungs- und Sturzprävention gibt es?

Moderne Bettgitter: Alles, nur keine schwedischen Gardinen

Gute Bettgitter schützen, denn verantwortungsvolle Pflege muss Schutzmaßnahmen ergreifen. Flexibel und vielseitig, lassen sich beidseitig verwendbare Bettseitengitter bei Bedarf verstellen, mehrfach ausziehen oder auch verlängern. Weil sie Aufstehhilfe und Herausfallschutz gleichzeitig sind, sind sie für hohe Gewichtsbelastungen konstruiert. Aussteigen? Einfach Bettgitter herunterschwenken. Dabei können pflegende Angehörige die Bettgitter-Montage per doppeltem Sicherheitsgurt an Lattenrost oder Rahmen unkompliziert selbst vornehmen - an Betten nahezu jeden Typs. In Pflegebetten mit integriertem Holz-Seitengitter - in Pflegeheimen und zu Hause gleichermaßen bewährt - schützen pflegeleichte Bettpolster mit robustem Kunstlederbezug und Schaumfüllung gegen Einklemmen. Per Klettverschluss angebracht, federn Bettpolster Stöße an Kopf, Schultern, Oberkörper, Füßen und Knien ab.

Bei Bedarf: Holm aufstecken, Bettgitter erhöhen

Zuweilen reicht die Höhe des Standardseitengitters nicht aus: Besonders aktive Angehörige und Bewohner mit Demenz bringen sich bei dem Versuch, das Gitter zu überwinden, in Gefahr. Ein Seitengitterholm, aufgesteckt und mit Klemmschrauben fixiert, bringt das Bettgitter auf sichere Höhe und eignet sich für viele Bettmodelle - wie für diverse Pflegebetten des Herstellers Burmeier. Apropos: Falls Sie den Hebepflegerahmen Lippe von Burmeier nutzen, steht Ihnen eine (auch adaptierbare) Seitensicherung zur Verfügung, die Sie mit einem Griff aufstecken und schnell fixieren können. Seitensicherungen dieses Herstellers passen zu unterschiedlichsten Burmeier Pflegebetten - schwenkbar, links oder rechts zu nutzen und per Aufnahmewinkel am Liegeflächenrahmen befestigt.

Ab in den Urlaub! Flexible Bettgitter Lösungen

Auch im Urlaub sicherer schlafen und leichter aufstehen? Kein Problem, mit speziellen Bettreisegriffen aus hochbelastbarem Flugzeugaluminium, die zerlegt oder zusammengeklappt im Koffer mitreisen. Ergonomische Unterstützung mit gepolstertem, rutschfestem Handgriff, die sich an jedem Hotelbett oder Krankenbett per Sicherheitsgurt montieren lässt. Bettreisegriffe verhindern auch nächtliches Herausfallen; einige davon verfügen außerdem über praktische Fächer in Greifweite für wichtige Utensilien.

Sturzmatten: Abfedern, puffern, Hilfe rufen

Welches Bett beugt am besten vor? Nun - das, das schwere Stürze gar nicht erst zulässt: Niedrigbetten ermöglichen Ausruhen und Schlafen in Bodennähe, was das Verletzungsrisiko im Fall des Falles auf ein Minimum senkt - auch ohne Bettgitter. Ein Perspektivwechsel, den weitere alternative Hilfsmittel zur Gefährdungsprävention unterstützen. Wie Sturzpuffer aus PU-Schaumstoff: Vor Pflegebett oder Krankenbett ausgebreitet, federn Sturzmatten Stürze unruhiger Angehöriger und Patienten ab. Ein keilförmiger Schnitt verhindert ein Herunterrollen, der maschinenwaschbare, unten rutschfest beschichtete Überzug lässt keine Nässe durch. Was einer Isomatte täuschend ähnelt, hat es in sich: Funk-Sensormatten spüren, wenn jemand sie betritt und funken Angehörige oder Pflegekraft um Hilfe an - 250 Meter weit im Freien, 30 Meter im Gebäude. Wie ein Nachtlicht wird die 1-Kanal-Alarmeinheit in einer Steckdose in der Nähe platziert. Sinnvoller, mehrere Zentimeter starker Überwachungsschutz aus rutschfestem Polyurethan, der in unterschiedlichen Abmessungen und Formen - von rechteckig bis halbrund - zu haben ist. Aktuell kein Bedarf? Dann verschwindet die Matte im Schrank - platzsparend gefaltet. 

Bettgitter = Fixierung? Freiheitentziehende Maßnahmen (FEM)

Sie denken darüber nach, Ihren demenzkranken Angehörigen durch ein Bettgitter zu schützen? Viele Bettgitter-Systeme fallen unter freiheitsentziehende Maßnahmen (FEM), denn sie schränken die Bewegungsfreiheit nach Art. 104 GG ein. Im Besitz einer Vorsorgevollmacht zu sein genügt nicht: Als Angehöriger eines nicht mehr einwilligungsfähigen Menschen müssen Sie beim Betreuungsgericht einen Antrag auf FEM stellen, worauf ein Gerichtsbeschluss ergeht. Rechtliche Einzelheiten dazu finden Sie hier (Link: http://www.haus-berge.contilia.de/upload/Berger_Runde/Rechtliche_Grundlagen_freiheitsentziehender_Massnahmen.pdf). Einige Vormundschaftsgerichte zählen auch neue Formen wie Sensormatten und elektronische Funkschips als technische Überwachungssysteme zu den FEM. Weiteres zu Fixierung in der Pflege lesen Sie hier (Link: https://www.pflegebetten-24.de/pflegebetten-pflege-ratgeber/fixierung-in-der-pflege-freiheitsentzug-im-pflegebett) und hier (https://www.pflegebetten-24.de/ratgeber/fixierung-und-bettgitter-am-pflegebett-wirklich-immer-noetig).

Bettgitter: Es geht auch ohne FEM ...

... zum Beispiel, wenn Sie sich für ein Niederflurbett mit geteiltem Seitengitter entscheiden, das bis auf 20 cm über dem Boden herunterfährt. Sicherheit mit Bettgitter, die nicht unter FEM fällt und Sie nicht verpflichtet, eine richterliche Genehmigung einzuholen, bevor Sie das Seitengitter anbringen. Folgen Sie dem so genannten Werdenfelser Weg (Link: http://werdenfelser-weg-original.de/oeffentlichkeit/allgemeine-presse/): Pflegebetten wie Inovia oder Regia von Burmeier verzichten auf FEM. Bereits ohne Bettgitter leistet Niedrigbett Inovia in Tiefstposition von nur 22 cm gute Sturzvorbeugung - für minimales Verletzungsrisiko. Pflegebett Inovia III mit geteiltem, teleskopierbarem Seitengitter erlaubt es, Einzelelemente in zwei Stufen auszuziehen, je nachdem, welches Schutzbedürfnis gefragt ist - so geht intuitive Bedienfreundlichkeit. Der Bewohner schiebt einfach den Holm - und steigt bei festem Halt barrierefrei aus. 

Neue Wege gehen, professionell beraten

Sie wünschen sich weitere Beratung zum Thema FEM, Bettgitter und Co.? Die neuen, bundesweiten Pflegestützpunkte beraten dazu. Auch diese offizielle Handreichung (Link:http://lsjv.rlp.de/fileadmin/lsjv/Dateien/Aufgaben/Pflege/BPLWTG/Freiheitsentziehende_Massnahmen.pdf) informiert zum Thema. Oder auch wir: Zahlreiche Technikinnovationen haben das Zeug, entscheidend zur Sicherheit Pflegebedürftiger beizutragen. HMMso berät Sie gern persönlich - zu FEM-freien Alternativen und zeitgemäßen Möglichkeiten!

 

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